„Die kurioseste Postkarte Sachsens – 47 Jahre unterwegs“

Was mit einem hoffnungsvollen Suchaufruf auf unserer Facebookseite begann und in den letzten Tagen viele Menschen in der Region und darüber hinaus bewegt hat, fand gestern ein glückliches Ende: Sachsens wohl kurioseste Postkarte fand nach 47 Jahren wieder zurück zur Absenderin. Da die Empfänger inzwischen leider verstorben sind, war es für uns eine große Freude die Karte an Christa Lehmann übergeben zu können. Sie, die die Postkarte im Sommer 1972 geschrieben hatte, konnte es kaum glauben, dass sie diese jetzt wieder in ihren Händen halten kann.

Diese postalische Kuriosität konnte auch dank der vielen Hinweise und mithilfe des Beitrags der SZ Pirna im Internet gelöst werden. Der entscheidende Tipp kam aus München. Die Tochter von Christa Lehmann wurde am letzten Wochenende von einer Freundin, die auch in der Nähe von München wohnt und dort noch immer den Lokalteil der Sächsischen Zeitung verfolgt, auf die Karte angesprochen. Schon beim ersten Blick auf die Karte war sie sicher, dass die Karte von ihren Eltern Christa und Werner sein muss. Nach ein paar Telefonaten und der Zuordnung der Empfänger und Absenderfamilien, gab es dann die frohe Kunde: das Rätsel um die nicht zugestellte Postkarte aus Lipno ist gelöst.

Die inzwischen 92-jährige Christa wohnt noch immer in Pirna und kann sich genau an die Reaktion von Familie Wickert nach diesem Urlaub erinnern: „Ihr habt gar keine Postkarte geschickt, hieß es als wir zurückkamen. Man muss wissen, wir haben uns fast immer gegenseitig Karten geschickt wenn wir im Urlaub waren. Deshalb fiel es auch auf, dass dieser Urlaubsgruß aus der Tschechoslowakei fehlte. Aber irgendwann haben wir nicht mehr an diese Karte gedacht und sie vergessen.“, erzählte sie uns.  Christa Lehmann wusste zwar schon Bescheid, dass die Postkarte nun zu Ihr zurückkommt, aber bei der Übergabe war sie dennoch ein wenig nervös und freudig überrascht. „Ich kann das gar nicht glauben.“, kommentierte sie das Geschehen. Nicht weniger froh war auch Marketingleiter Alexander Hesse, der die ganze Geschichte begleitet hat und sagte: „Ich freue mich total, dass wir diese außergewöhnliche Geschichte zu einem Happy End bringen konnten. Dass wir die Postkarte bei PostModern nicht einfach liegen lassen konnten, ist ja selbstverständlich. Dass wir sie nach 47 Jahren aber noch „zustellen“ konnten, ist großartig. Die wohl kurioseste Postkarte Sachsens hat in den letzten Tagen ziemlich viele Leute mitfiebern lassen. Es war dann doch schon ein wenig  emotional, als ich die Postkarte zusammen mit einem Blumengruß an Christa übergeben konnte. Vielen Dank allen Hinweisgebern und für die vielen Reaktionen auf unsere Bemühungen den Empfänger oder in dem Fall dann den Absender zu finden“. Selbst das MDR Fernsehen hat die ganze Geschichte begleitet und in einem tollen Beitrag veröffentlicht: zum MDR „Hier ab 4“ Beitrag

Die Postkarte wird im Wohnzimmer von Christa Lehmann einen besonderen Platz bekommen. Genauso wie die Zeitungsartikel mit ihrem Foto und der Geschichte hinter der Postkarte. „So viel Trubel wegen einer Postkarte und wegen mir. Ich hab viel über die Reise nachgedacht, da stecken ja auch viele Erinnerungen in dieser Karte- das können sie mir glauben.“, sagte die sichtlich glückliche Absenderin, die nach 47 Jahren zur Empfängerin ihrer eigenen Postkarte wurde.


 

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